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Album der Woche aus dem Jahr: 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2007 - 2008 - 2009 - 2010 - 2011
Bruce Springsteen - The Promise
Ein neues Album vom Boss? Nicht ganz. Die 21 Songs auf „The Promise“ hat Bruce Springsteen zwischen 1975 und 1978 geschrieben. Durch einen langwierigen Rechtsstreit nach dem Album „Born to run“ konnte Bruce in dieser Zeit keine Songs veröffentlichen – geschrieben hat er aber wie ein Weltmeister.
Somit lag für das Album „Darkness on the Edge of Town“ eine Fülle an Songs vor, von denen die meisten nicht auf dem Album gelandet sind. Aber schlecht sind sie deswegen keineswegs.
Der Boss hat gut daran getan, sein Archiv zu öffnen und diese Perlen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn im Grunde ist „The Promise“ somit ein weiteres, vollwertiges Springsteen - Album, dass sich nicht hinter den - in Anführungsstrichen – offiziellen Alben verstecken muss.
Tracklist:
1. Racing in the Street (78)
2. Gotta get that feeling
3. Outside looking in
4. Someday (we'll be together)
5. One way street
6. Because the night
7. Wrong side of the street
8. The brokenhearted
9. Rendez-vous
10. Candy boy
CD2:
1. Save my love
2. Ain't good enough for you
3. Fire
4. Spanish eyes
5. It's a shame
6. Come on (let's go tonight)
7. Talk to me
8. The little things (my baby does)
9. Breakaway
10. The promise
11. The city of night
Motörhead - The Wörld is yours
Motörhead Chef Lemmy wird am 24. Dezember 65 Jahre alt. Aber nicht nur wegen seines Geburtsdatums halten ihn viele Rocker für die Wiedergeburt Jesu.
Sein Trio hält seit 35 Jahren die ehrliche, bodenständige Rock and Roll Flagge in den Wind, und Motörhead gelten neben AC/DC als die letzten Vertreter dieser Gattung.
Das Schöne daran: Lemmy, Phil und Mikkey bewegen sich auf einem beachtlichen Qualitätslevel. In den vergangenen 10 Jahren war nicht ein schwaches Album dabei, und „The Wörld is yours“ macht da keine Ausnahme.
Jeder Song 100% Motörhead, jeder Song 100% Rock and Roll. Ab und zu meint man, gewisse Sachen von Lemmy schon mal in ähnlicher Form von ihm gehört zu haben. Aber wenn man das kritisiert, müssten AC/DC jeden Abend von der Bühne gebuht werden!
Tracklist:
1. Born to Lose
2. I know how to die
3. Get back in line
4. Devil's in my head
5. Rock 'n' Roll music
6. Waiting for the snake
7. Brotherhood of man
8. Outlaw
9. I know what you need
10. Bye bye bitch bye bye
Der Special Tipp der Woche: My Chemical Romance - Danger Days
Man kann zu dieser Band stehen, wie man will, aber Fakt ist: My Chemical Romance haben sich gemausert. Von der hyperüberdrehten Emocore Kapelle gelang den Jungs der Sprung in den Mainstream.
Musikalisch gesehen gibt es momentan wohl keine junge Band, die so vielseitig zu Werke geht wie My Chemical Romance. Man kann praktisch nicht von einem Song auf den anderen schließen. Macht aber nichts: wichtig ist, dass immer was Gutes nachkommt. Und das tut es bei My Chemical Romance!
Tracklist:
1. Look alive, Sunshine
2. Na na na (Na na na na na na na na na na)
3. Bulletproof Heart
4. Sing
5. Planetary (GO!)
6. The only hope for me is you
7. Jet-Star and the Kobra Kid / Traffic report
8. Party poison
9. Save yourself, I'll hold them back
10. S/C/A/R/E/C/R/O/W
11. Summertime
12. Destroya
13. The kids from yesterday
14. Goodnight, Dr. Deth
15. Vampire money
The Gracious Few - The Gracious Few
The Gracious wer? werden sich die meisten fragen. Doch im Grunde haben wir es hier mit einer kleinen All – Star Band zu tun. Die ehemaligen Mitglieder der Band Live haben sich mit Candlebox Sänger Kevin Martin zusammengetan, um ordentlich die Puppen tanzen zu lassen!
Wer aber jetzt mit der ultimativen 90er Jahre Grunge – Gedächtniskeule rechnet, liegt falsch. Die Jungs beleben viel mehr den Sound von Led Zeppelin neu und fügen dem ganzen sogar eine eigene Note hinzu.
Diese Musik schreit förmlich danach, die Konzerthallen zum Schwitzen zu bringen. Hoffen wir, dass es bald einen Abstecher der Herren nach Deutschland gibt. Bis dahin müssen wir uns mit dem äußerst fähigen Debütalbum begnügen!
Tracklist:
1. Appetite
2. Honest Man
3. Guilty Fever
4. The Few
5. The Rest of You
6. Crying Time
7. Silly Thing
8. Closer
9. Tredecim
10. What's Wrong
11. Nothing But Love
12. Sing
13. All I hear
Needtobreathe - The Outsiders
In der großen weiten Welt der Rockmusik gibt es vieles: Livealben, Best of Alben, Konzeptalben. Die Band Needtobreathe aus dem schönen South Carolina fügt dem ganzen jetzt etwas Neues hinzu: einen vertonten Gottesdienst in schönster Südstaatenmanier!
Willkommen in der heißen, stickigen Kirche von Needtobreathe, wo Ihnen Reverend Bear (sprich: Bär) Rinehart mit seiner Mörderstimme persönlich den Teufel austreibt und den Glauben an das Gute in der Welt zurückgibt!
Die Predigt wird garniert von einem Mix aus Rock, Roots - Rock und logischerweise einem Schuss Gospel. Im Grunde sind Needtobreathe die logische Fortsetzung der Black Crowes, wenn auch ein wenig pathosbeladener. Mal sehen, was aus den Jungs noch wird!
Tracklist:
1. The Outsiders
2. Valley of Tomorrow
3. Through smoke
4. Lay 'em down
5. What you've done to me
6. Hurricane
7. These hard times
8. Stones under rushing water
9. Prisoner
10. Won't turn back
11. Girl named Tennessee
12. Something beautiful
13. Garden
14. Let us love
Der Special Tipp der Woche: Kid Rock - Born Free
Mit seinem 7. Studioalbum „Born Free“ bewegt sich Kid Rock auf Augenhöhe mit seinen großen Idolen Bob Seger, Lynyrd Skynyrd oder den Allman Brothers.
Wäre „Born Free“ 1975 erschienen, würde jetzt eine Statue von Kid Rock in der Rock n Roll Hall of Fame stehen. Verdient hätte er diese auch jetzt noch, denn „Born Free“ ist Anwärter auf das Classic – Rock Album des Jahres.
Good Charlotte - Cardiology
Mit dem Vorgänger „Good Morning Revival“ haben Good Charlotte es ihren Fans nicht einfach gemacht. Zu stark war die Anbiederung an sämtliche Trends der Zeit.
Mit „Cardiology“ machen die Madden Brüder jetzt den von vielen erhofften Schritt zurück. Power – Pop – Punk dominiert die 14 Songs, und die Jungs haben sich beim Songwriting richtig reingehängt. Egal, welchen Song man anspielt, überall Hitpotential. Andere Bands brauchen drei Alben, um die gleiche Menge an Gassenhauern zu schreiben.
Aber obwohl Good Charlotte so gesehen über jede Kritik erhaben sind, werden Fans der allerersten Stunde doch enttäuscht sein. Denn die Räudigkeit der ersten Alben ist definitiv passè. Aber was solls, selbst Bad Religion sind im Alter langsamer geworden...:)
Tracklist:
1. Introduction to cardiology
2. Let the music play
3. Counting the days
4. Silver screen romance
5. Like it's her birthday
6. Last night
7. Sex on the radio
8. Alive
9. Standing ovation
10. Harlow's song (Can't dream without you)
11. Interlude: the fifth chamber
12. 1979
13. There she goes
14. Right where I belong
15. Cardiology
Monster Magnet: Mastermind
Schön, dass sich Monster Magnet Chef Dave Wyndorff von seiner Drogensucht befreit hat und sich ganz aufs Rocken konzentrieren kann. Wobei: Monster Magnet ohne Drogen? Kommt da überhaupt gute Musik dabei heraus? Und ob!
Nach ihrem Ausflug in die Welt des Garagenrocks kehren die Jungs wieder zurück in ihre eigentliche Heimat, nämlich Psychedelic – Rock mit einer ordentlichen Kante. Dass auf „Mastermind“ kein Überhit àla „Spacelord“ dabei ist, fällt nicht groß ins Gewicht. Es macht einfach Spaß, das Album in einem Schubs durchzuhören, Langeweile kommt dabei keine Sekunde auf.
Wir sagen: welcome back, Monster Magnet!
1. Hallucination Bomb
2. Bored With Sorcery
3. Dig That Hole
4. Gods And Punk
5. The Titan Who Cried Like A Baby
6. Mastermind
7. 100 Million Miles
8. Perish In Fire
9. Time Machine
10. When The Planes Fall From The Sky
11. Ghost Story
12. All Outta Nothin'
Alter Bridge - AB III
Es waren unruhige Zeiten für Alter Bridge Fans vor diesem Album: die Band spielte eine große Reunion Tour mit Creed, und Sänger Myles Kennedy war mit Slash unterwegs.
Aber jetzt ist das dritte Album von Alter Bridge, kurz „AB 3“ betitelt, da, und es ist, als wäre nichts gewesen. Gitarrist Mark Tremonti hat für einige Songs die härtesten Riffs seine Karriere geschmiedet, und Myles Kennedy scheint von dem Slash Ausflug noch mehr motiviert, als einer der besten Rockröhren dieses Jahrtausends in die Annalen einzugehen.
Von der Stimmung her ist „AB 3“ das wohl düsterste Album der Band, aber mit den Alter Bridge typischen Harmonien kann man sich selbst in der Düsternis äußerst wohl fühlen! Wer auf zeitgemäßen Hardrock ohne Trendanbiederung steht, ist bei Alter Bridge genau richtig.
Tracklist:
1. Slip to the Void
2. Isolation
3. Ghost of days gone by
4. All hope is gone
5. Still remains
6. Make it right
7. Wonderful life
8. I know it hurts
9. Show me a sign
10. Fallout
11. Breathe again
12. Coeur d'Alene
13. Life must go on
14. Words darker than their wings
Kings of Leon - Come around sundown
Es gibt kaum eine Band die derzeit so gehypt wird wie die Kings of Leon! Das langersehnte 5. Album der Gebrüder plus Cousin Followill steht endlich in den Plattenläden. „Come around sundown" muss dabei den riesigen Erwartungen entgegen treten, die sich die Kings Of Leon mit ihrem Vorgängeralbum selbst eingebrockt haben. Immerhin haben die Jungs es damit geschafft einen neuen, breiten Sound zu kreieren.
Für die neueste Scheibe kündigte die Band an, „grungelastiger“ zu klingen als bisher. Arenataugliche Hymnen wie "Sex On Fire" waren dafür nicht vorgesehen. Übertrieben haben es die Kings Of Leon mit der Reduktion trotzdem nicht: das neue Werk stellt eine schöne Brücke zwischen den alten Platten und dem Mega-Seller von vor zwei Jahren dar.
Dem Albumtitel sollte man den Musikern zufolge nicht zu viel Bedeutung geben. Er stammt laut Matthew Followill aus einem Songtext eines anderen Künstlers.
Tracklist:
1. The end
2. Radioactive
3. Pyro
4. Mary
5. The face
6. The Immortals
7. Back down south
8. Beach side
9. No money
10. Pony up
11. Birthday
12. Mi Amigo
13. Pickup Truck